1. „Ein Bruder wird einen Bruder nicht tadeln, denn er weiß, dass Verurteilung Zersetzung bedeutet. Weise hilft der Bruder bei jeder Wendung des Pfades.“ Br I. 424
2. „Wenn ein Volk das ganze Übel der Verurteilung begreift, erschließt es neue Tore zur Zukunft. Wie viel Zeit wird frei für Erkenntnis, für die Denkkunst und für das Schaffen des wahren Guten; dabei werden die besten Feuer des Herzens entfacht.“ FW II. 286
3. „...Verurteilt nicht den Glauben eines Menschen, wenn es ihm hilft, sich dem Höheren zuzuwenden. Nur Fanatismus und Grausamkeit sind inakzeptabel.“ FAY-1955. 258
4. „Hört zu, doch verurteilt nicht! Oft macht gerade das Ausströmen eines Giftes den Menschen frei für einen neuen Pfad. Die Lehre gewährt Hilfe nicht durch Verneinung, sondern durch Anziehung.“ FW II. 410
5. „Man könnte euch fragen, wie das Betreten des Pfades des Dienstes erkennbar wird. … Das vierte Zeichen ist, nicht zu verurteilen, denn wer in die Zukunft strebt, hat keine Zeit, sich mit dem Abfall des gestrigen Tages zu beschäftigen.“ Hier. 196
6. „Es gibt keinen Menschen, der vollkommen und bedingungslos schlecht ist. Man kann in jedem Menschen Lichtfunken sehen und versuchen, diese zu stärken, anstatt sie durch Verurteilung und mangelnde Bereitschaft, sie anzuerkennen, auszulöschen. Wenn man schlecht über den Menschen denkt, macht man ihn noch schlechter, doch wenn man ihn erhebt, gibt man ihm die Möglichkeit, aufzusteigen. Indem man das Beste im Menschen anspricht, öffnet man ihm den Weg zum Licht.“ FAY-1971. 446
7. „Wendet jedes Mal den Blick von den Unvollkommenheiten der Nächsten ab und konzentriert euch auf eure eigenen Unzulänglichkeiten, um sie zu beseitigen und weiser zu werden...“ BM, Brief 118
8. „Lasst alle Urteile beiseite und sucht das Beste in jedem“. EIR Briefe, 15.01.1931
9. „Was ist der Unterschied zwischen Beurteilung und Verurteilung? Die Beurteilung oder Analyse menschlicher Eigenschaften und Handlungen ist für die menschliche Erkenntnis notwendig, eine Verurteilung jedoch schädlich. Die Beurteilung ist nicht von Groll begleitet... Doch eine Verurteilung zeugt nicht von gutem Willen. Sie ist giftig und böse. … Wissen und beurteilen heißt nicht urteilen. Das muss man wissen.“ FAY-1966. 706
10. „Nur begrenzte Menschen verurteilen. Vollkommenheit wird nicht aus Verurteilung geboren.“ Br I. 41
11. „…Aufnehmen bedeutet verstehen, und verstehen bedeutet vergeben.“ NKR „Und das vergeht“
12. „Wissen und nicht urteilen sind Eigenschaften des großen Geistes. Dies wird als Vergebung interpretiert. Aber kann man Ursachen verzeihen, die unweigerlich Konsequenzen nach sich ziehen?“ FAY-1961. 175
13. „Um den Begriff Vergebung gibt es viel Unverständnis. Wer jemandem vergeben hat, meint, er habe etwas Besonderes vollbracht, dabei hat er nur sein eigenes Karma vor Erschwerung bewahrt. Der, dem vergeben wurde, denkt, alles sei abgeschlossen, das Karma verfolgt ihn aber doch weiter. Es ist wahr, derjenige, der vergibt, mischt sich in das Karma dessen, dem er vergibt, nicht ein und erschwert es somit auch nicht, aber das Karmagesetz steht weiter über beiden.“ Br. I. 445
14. „Es ist schwierig, Menschenkenntnis mit Nichtvorurteilen zu verbinden. …Die Verurteilung ist eng mit dem Selbst verbunden, das glaubt, dass es das Selbst das ist, das unter den Mängeln des Verurteilten leidet oder Schaden erlitten hat. Vergebung und Nichtverurteilung sind Phänomene unterschiedlicher Ordnungen. Ein Mensch kann einem anderen weder vergeben noch nicht vergeben, da die Folgen jeder Handlung durch Karma bestimmt werden und Vergebung nicht vom Karma befreit. Aber eine andere Person zu verurteilen oder zu richten, ist sicher nicht akzeptabel. In der Verurteilung steckt kein positives Element – sie ist destruktiv.“ FAY-1965. 356 (230)




