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Organisiertheit

N.K. Roerich. Die Stadt wird gebaut. 19021. „Ungleichgewicht ist das Echo des Chaos. Chaos ist der Gegensatz zu geordneter Materie und allen Lebensformen. Harmonie, Ordnung, Organisation, Zahl und Maß sind die Grundlage jedes Lebens…“ FAY–1963. 388 (271)

 

2. „Der Mensch ist ein Teil des Kosmos, ein Mikrokosmos, und indem er das kosmische Prinzip in sich und seine Prinzipien bejaht, verbindet er sich mit dem Makrokosmos. Chaos ist arrhythmisch. Chaos ist das Gegenteil von Gesetz und Ordnung, also vom Leben. Jede Lebensform ist eine zu einem stimmigen Ganzen organisierte Materie. Der Herzschlag ist rhythmisch, die Atmung ist rhythmisch.“ FAY–1961. 208

 

3. „Das Schaffen des Geistes besteht eben im Kampf gegen die Urgewalten und das unmanifestierte Chaos.  Die Elemente müssen gebändigt und das Chaos beherrscht werden, damit organisierte Materie und ihre Formen ins Dasein treten können. “ FAY–1959. 211 (187)

 

4. „Organisiertheit und Kontrolle über das Denken sind absolut notwendig. Es gibt viele Dinge und Fragen, über die das Leben einen selbst nachdenken lässt. Man kann an sie denken, aber nicht mehr, als sie es verdienen. Nachdem man die Frage bis zum Ende durchdacht und eine Entscheidung getroffen hat, sollte man sie sofort aus dem Bewusstsein verbannen und durch die nächste ersetzen. Zermürbendes Nachdenken über beunruhigende Fragen werden durch zwanghafte Gedanken hervorgerufen, denen man keine Macht über das Bewusstsein geben sollte, da sie einen entkräften und das Gleichgewicht rauben.“ FAY–1964. 139 (86)

 

5. „Am schädlichsten sind so genannte unwillkürliche Gedanken. Jeder bewusste Gedanken enthält bereits eine gewisse Organisation, doch am schlimmsten sind jene kleinen Landstreicher, die sinnlos die Wege verstopfen.“ AY 534

 

6. „Das Bestreben muss einheitlich sein und in einem einzigen Kanal gebündelt werden, der eine Richtung hat. In einem Augenblick entstehen Tausende von Gedanken, und jeder einzelne strebt danach, das Bewusstsein mit sich zu reißen. Der Schaden unorganisierten Denkens ist groß. Wenn das Wesen aller Erscheinungen im Denken liegt, wie sollte dann die Denkkultur aussehen. Disziplin im Denken ist die Grundvoraussetzung für [geistige] Weiterentwicklung. Und jedes der nachfolgenden Tore wird durch die Spitze eines geschärften Gedankens geöffnet: klar, geschliffen und zielgerichtet. Denn der Gedanke ist der Anfang des Seins. Deshalb kommt dem Denken ein besonderer Stellenwert zu.“ FAY–1953. 51

 

7. „Denken tun alle, doch wirklich nachdenken können nur wenige. Denken ist eine Kunst, die großes Geschick und viel Erfahrung erfordert. Das gewöhnliche Denken ist so ungeordnet, desorganisiert und so unregelmäßig, dass es keine Früchte trägt. …Eines Tages wird die Menschheit die Fähigkeit erlangen, durch vereinte Gedankenkraft bewusst zu erschaffen. Die Macht des koordinierten kollektiven Denkens eines Volkes oder der Bevölkerung eines ganzen Planeten ist unglaublich.“ FAY–1963. 352 (246)

 

8. „Die Schwierigkeiten der Zeit entstehen durch Desorganisation. Die Ursache dieser Desorganisation ist in ihrer Nichtigkeit lächerlich: Die Zusammenarbeit der Herzen ist vergessen worden.“ FW II. 280

 

 

 

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