1. „Das Herz ist im Wesentlichen ein göttlich aktives und gebendes Organ; daher entspricht jedes Geben der Natur des Herzens. Jede positive Lehre gebietet das Geben. Gerade eine solche Bekräftigung ist zweckdienlich, weil das Herz, ohne zu geben nicht leben kann. Natürlich muss man das Geben in seiner ganzen Gerechtigkeit verstehen. Man darf darunter nicht nur das Spenden von Geld oder nutzlosen Gegenständen verstehen; die wahre Gabe erfolgt mit dem Geist. Möge jedes Herz Ströme von Gaben des Geistes ausgießen. Nicht ohne Grund sagt man, dass jeder Herzschlag ein Lächeln, eine Träne und ein Goldstück ist. Das ganze Leben fließt durch das Herz. Man muss es verstehen, dem Herzen ständig Arbeit zu geben. Nichts anderes vermag das Herz derart zu verfeinern, wie unbegrenztes geistiges Geben. Gewöhnlich wird geistiges Geben nicht geschätzt, wie alles Unsichtbare nicht geschätzt wird. Doch die Quelle des Reichtums, sowohl des geistigen als auch des materiellen, ist das Herz. Könnte man es doch nur in jeden Fall einbeziehen, in dem der Herzschlag wertvoll ist.“ Herz 386
2. „Hingeben ist ein göttliches Merkmal. …Feuer kann ohne das Opfer des Hingebens nicht existieren, ebenso existiert das feurige Geisteskorn durch Hingeben. Das Opfer wird jedoch nur dann zu einem wahren, wenn es zur Natur des Menschen geworden ist. Ein verstandesmäßiges, erzwungenes Opfer ist weder natürlich noch göttlich. Nur wenn das Opfer zu einem unveräußerlichen Lebensmerkmal wird, ist es vom Bewusstsein nicht zu trennen. So belehrt uns das Feuer beim Aufstieg mit seinen Eigenschaften. Möge jeder, der nach Erkenntnis strebt, zu sich sagen: „Ich will sein wie Agni.“ Man muss das feurige Opfer als nächstliegendes Mittel des Verkehrs mit der Feurigen Welt liebgewinnen. Ohne dieses selbstaufopfernde Streben ist es nicht leicht, sich aus den Krallen des Bösen zu erheben. …Man muss an das Opfer nicht in Verzagtheit herangehen, sondern in feuriger Herrlichkeit.“ FW I. 546
3. „Abgeben ist ein grundlegendes Prinzip der feurigen Göttlichkeit des Geistes. Die Ähnlichkeit mit dem Feuer in allen Stadien der Entwicklung ist erstaunlich. Von den gröbsten bis zu den höchsten Lebensformen findet Abgeben statt. …Auf den höheren Stufen verstehen die Wesenheiten Abgeben als freudige Pflicht. Man sollte zu dieser Stufe der Feurigkeit streben, dann kommen wir ins Gleichgewicht mit dem Feurigen Prinzip und Abgeben wird zu Empfangen. Ein Wesen ohne jede Selbstsucht empfängt die höchsten Gaben. In einem solchen beschleunigten Austausch findet ein Zufluss von Energie statt. Eine solche ständige Wiederbelebung erneuert das Bewusstsein… Eine solche Arbeit kommt den Nächsten zugute, denn sie zieht diese in die Bahn eines strebenden Bewusstseins.“ FW I. 626
4. „Nur Hingebung in irgendeiner Form kann das Leben rechtfertigen und dem Leben einen Sinn geben. Menschen ersticken an einer sinnlosen Existenz, wenn sie sich nicht hingeben können, obwohl sie oft den Grund dafür nicht verstehen. Doch der Geist spürt die räumliche Absurdität und Sinnlosigkeit der egoistischen Vegetation und erstickt darin. Der Sinn des Lebens liegt in der Hingebung, und zwar nicht, weil derjenige, der hat, geben muss, sondern weil der Geber den Zaun des Selbst zerstört, darüber hinausgeht und die Bewusstseinssphäre anderer in den Kreis seines Bewusstseins einbezieht und dadurch sein Bewusstsein erweitert." FAY-1960. 359
5. „Hingebung, Schöpfung und Liebe sind die Triade beim Aufbau des Herzens und beim Aufbau der Welt.“ FAY-1951. 96
6. „Der Wunsch, das eigene Wissen, die eigene Kunst zu teilen, der Wunsch, einem Menschen Freude zu bereiten und ihm zu helfen, die Schönheit des Lebens zu verstehen, das ist Dienen. Wenn es möglich ist, in die Position eines Menschen hineinzuschlüpfen und ihm neue Horizonte zu eröffnen, dann ist das wirklich der beste Dienst.“ EIR, Briefe 12.09.1948
7. „Das Kostbarste wird nur für die Hingabe gesammelt. Wer würde nicht wirklich die beste Qualität geben wollen? Nur ein Betrüger wird versuchen, etwas Ungeeignetes anzubieten. Man muss seine Gedanken überwachen, um nur solche von höchster Qualität auszusenden.“ FW II. 240
8. „...Es ist ein unerschütterliches Gesetz, das wir nur durch Geben erhalten.“ NKR „Vortrefflich“
9. „Der Grad des Empfangens ist der Grad des Gebens. Wer mehr gegeben hat, bekommt mehr. ...Menschen ohne Herz sind unfähig zu geben. Die Hingebung ist eine Eigenschaft des Herzens, so wie das Licht eine Eigenschaft und ein Attribut der Sonne ist. Und das Herz strömt, wie die Sonne, die Gaben des Geistes aus, so beständig und ununterbrochen wie die Sonne“. FAY-1951. 96
10. „Geben bedeutet immer auch Empfangen. Empfangen und Geben sind entgegengesetzte Pole ein und derselben Sache, Pole ein und desselben Phänomens“. FAY-1961. 529
11. „Ein weiser Mann freut sich, wenn ihm die Gelegenheit gegeben wird, alte Schulden zu begleichen, ein dummer Mann freut sich über jedes Empfangen und möchte noch viel mehr bekommen, möglichst noch mehr, wobei er vergisst, dass es nichts umsonst gegeben wird.“ FAY-1969. 699
12. „Wer das Glück des Gebens kennt, wird ohne Maß empfangen, wer Glück nur im Empfangen findet, wird es verlieren.“ BNA „Aufstrebendes Herz“
13. „Das rechte Maß des Gebens ist das Maß der Liebe und der Verantwortung. Zu wenig zu geben, widerspricht der Liebe, aber nicht besser ist es, zu viel zu geben. Geiz ist unwürdig, aber unzweckmäßig ist eine Gabe, die zu Verrat führt. Wie unzureichende Nahrung zu Hunger, so führt übermäßige Nahrung zu Vergiftung. … Ein verfeinertes Herz gibt einem ein, wie man sich in diesem komplizierten Strom der Bedingungen zurechtfinden kann.“ Herz. 573
14. „...Die Freude des Gebens ist die größte Freude, und deshalb muss man diese Gabe in sich so sorgfältig hüten und es nicht unnütz vergeuden… Denkt an die große Angemessenheit; ohne sie kann man weder wachsen noch aufbauen.“ EIR, Briefe. 19.06.1952
15. „Wahres Geben, das nicht sich selbst, sondern den Empfänger meint, ist vor allem angemessen. Es wird immer in Abhängigkeit vom Bewusstsein des Empfängers erzeugt. Es ist besser, weniger zu geben als zu überlasten. ... Viel Verrat ist durch Worte geschehen, die zur falschen Zeit gesprochen wurden. Das menschliche Bewusstsein ist ein zerbrechliches Gefäß, das eine sehr sorgfältige Handhabung erfordert.“ FAY-1961. 529
16. „Einerseits – geistiges Geben und Hilfe für die Menschen, andererseits – Zurückhaltung und Schweigsamkeit und sorgfältiger und umsichtiger Gebrauch der feurigen Energie. Die richtige Lösung wird darin bestehen, den Moment des Gleichgewichts dazwischen zu finden. ...Die Welt und alles Leben in ihr sind auf der Polarität der Erscheinungen aufgebaut. Jeder muss für sich selbst die gleichwirkende Verhaltenslinie finden. Dafür ist die Lebenserfahrung da.“ FAY-1964. 775 (500)




