1. „Als die Alten dem Menschen anrieten, sich selbst zu erkennen, waren sie vor allem um die Entwicklung der Beobachtungsfähigkeit besorgt. Ein solcher Prozess beinhaltet nichts Geheimnisvolles: Der Mensch muss sich selbst und seiner Umwelt gegenüber aufmerksam werden. Mögen die Menschen sich erinnern, dass sie für die Qualität ihrer Offenbarungen verantwortlich sind.“ Br II. 353
2. „Beobachtungsgabe ist nichts Wunderbares, sondern entspringt dem Respekt vor allem, was existiert.“ NKR „Geleitworte an den Anführer“, 137
3. „Die Beobachtungsfähigkeit bereichert das Bewusstsein klar und großzügig.“ FAY–1954. 587
4. „Beobachtung ist ein Schritt zur Gerechtigkeit.“ Gem. 2
5. „... Schärft Ihre Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe und entwickelt die Fähigkeit zu gerechten Urteilen im täglichen Leben.“ EIR Briefe, 16.01.1935
6. „Duldsamkeit ist eine der Bedingungen der Beobachtungsfähigkeit. Wahre Beobachtungsfähigkeit ist die Grundlage der Erkenntnis. Ein unduldsamer Mensch kann sich keine richtige Vorstellung von den Dingen bilden. Er beraubt sich selbst der Beobachtungsfähigkeit und verliert den Scharfblick. Welche Erkenntnis kann aus Selbstsucht erwachsen, welche die Wirklichkeit ablehnt? Es gibt viele Beispiele, wo große Wahrheiten infolge Unduldsamkeit der Entstellung anheimfielen.“ Br I. 409
7. „…die gewichtige Errungenschaft ist die Erziehung der Beobachtungsfähigkeit. Gerade die Schärfe der Beobachtung muss erzogen und entwickelt werden. …Gewöhnlich müssen ihre Keime an den alltäglichsten Gegenständen beharrlich entwickelt werden. …Ein Mensch, der nicht beobachtet, einem Blinden und Tauben gleicht. Er vermag höhere Erscheinungen nicht wahrzunehmen. Er versinkt in einen Teufelskreis von Vorurteilen. …Nur eifrige Erziehung der Beobachtungsfähigkeit kann selbst das gewöhnlichste Alltagsleben verwandeln. „Helft den Blinden, sehend zu werden“, so riet der Denker.“ Br II. 821
8. „Kann es Vorsicht ohne Aufmerksamkeit geben? Selbst Aufmerksamkeit kann von zweierlei Art sein. Wir rufen aus: „Vorsicht!“, und der Mensch beginnt, um sich zu schauen. Gewöhnlich aber sieht er alles in Bezug auf sich selbst, echte Beobachtung muss sich indessen auf alles Existierende erstrecken.“ Br. II. 302
9. „Vernachlässigt nichts. …sogar die größte Erscheinung am wenigsten sichtbar sein kann. Kosmische Bedeutung hängt nicht von physischen Ausmaßen ab. Das Samenkorn ist dafür das beste Beispiel. …Wer sich die Aufmerksamkeit aneignet, um das Geringste zu beachten, wird auch das Größte verstehen.“ Herz 177
10. „Wie kann sich Beobachtungsvermögen ohne Wachsamkeit und ohne beständige Anspannung bilden? Diese Eigenschaften treten nicht augenblicklich ein, man muss sie erziehen, und je bewusster man sie ausbildet, desto rascher wird die unermüdliche Wacht verwirklicht.“ Br II. 822
11. „Beobachtungsgabe ist die Grundlage des Fortschritts. Ohne sie ist Wahrnehmung unmöglich. Meistere die Kunst der Beobachtung... und nutze sie als Werkzeug der Erkenntnis und des Schöpfertums. Vergiss dich selbst, öffne einfach Augen und Ohren und schau und hör zu. Wenn das eigene Ich nicht im Weg stehen wird, wirst du eine neue Welt entdecken. Sie (Beobachtung) bedeutet Konzentration und einen wachsamen Bewusstseinszustand. Der Mensch kann nicht beobachten, der seinen Gefühlen nachgegeben hat.“ FAY–1952. 285
12. „Wer einen Gegenstand nicht von allen Seiten zu betrachten vermag, ist kein Forscher.“ FW III. 509
13. „…Gewohnheit ist keine Entschuldigung für Blindheit. … Wir leben in einer wunderbaren Welt, in der uns auf dem jedem Schritt Wunder begegnen, doch die Brille der Gewöhnlichkeit hindert uns daran, sie zu sehen. Diese Brille sollte abgenommen werden. Unfähig zur Beobachtung wandelt der Mensch inmitten der Geister, die sein Bewusstsein erschaffen hat, und hat den Bezug zur Realität verloren. Man muss nur die Augen öffnen, um zu sehen …“ FAY–1954. 581
14. „Gewöhnlich erkennen jene, die das Neue nicht sehen, auch das Alte nicht. Ein aufmerksamer, scharfsinniger Geist kann in jeder alltäglichen Erscheinung etwas Neues entdecken. Dieses Privileg gehört jedoch einem offenen und unvoreingenommenen Geist.“ EIR Briefe, 31.07.1937
15. „Mögen die Menschen auch nicht verstehen, dass der Makrokosmos individuell geartet sein kann, so weiß doch jeder erfahrene Beobachter bereits, wie vorsichtig man sich gegenüber Verallgemeinerungen verhalten muss. Das Leben berechnet seine Freigebigkeit nicht.“ Br II. 767




